19.12.2020

❤️ Meine Provencegeschichte - Teil 2 ❤️

Luberon.jpgApril 1998. Ich wurde von Leuten in München gewarnt, der Vater sei ein ganz spezieller Charakter. Würde nicht jeden so leicht akzeptieren, der mit seiner Tochter im provenzalischen Landsitz daherkommt. Umso aufgeregter war ich natürlich mit jedem Kilometer, den wir uns dem Ziel näherten. Eine schier endlos wirkende Straße hinauf ins Dorf, dann eine gefühlt noch längere Schotterpiste hinunter zum Haus. Und dann: alles total entspannt. Eine herzliche Begrüßung, Apéritif, provenzalisches Menü mit Crème brûlée als Abschluß, dazu die feinsten Weine aus der Region. Alles neue Eindrücke, die ich bis dahin so nicht kannte, aber irgendwie fühlte ich mich sofort zu Hause…

Am nächsten Tag dann zur Hunde-Gassirunde mit dem Chef des Hauses, nur wir zwei, eine Männerrunde. Diesen Spaziergang werde ich nie vergessen. Da wurde ich infiziert - mit dem Provence-Virus. Der traumhafte Blick auf den Luberon, der frische Duft der in allen Farben blühenden Wiesen, welche von jahrhunderte alten, handgeschichteten Steinmauern eingefasst sind. Impostante Felswände leuchten um die Wette mit den darunter liegenden, rötlich gefärbten Äckern. Ruinen von kleinen Steinhütten, sorgfältig renovierte Bories, eine Schlucht mit märchenhafter Grotte, eine Welt wie aus einer anderen Zeit. Und… absolute Stille.

Dazu bekam ich alle nur erdenklichen Hinweise zu seltenen Pflanzen, wilden Kräutern, welche ja für die provenzalische Küche so wichtig sind, wie das alles zusammengehört und warum. Was die Leute hier so machen, und was nicht, warum manche Leute hier herpassen, und andere eben nicht. Entweder man liebt die Provence, oder man hasst sie. Ich wusste damals schon… ich liebe sie! Fortsetzung folgt…

Christian Srock - 10:02 @ Geschichten aus der Provence | Kommentar hinzufügen

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