Wandern in der Provence
Urlaub im Herzen der Provence


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11.08.2026

Wann ist die schönste Zeit in der Provence?

772676803_27680741468256142_3443848507895472356_n.jpgIch werde immer wieder gefragt, wann denn die beste Zeit ist, um in die Provence zu reisen. Meine Antwort ist immer die gleiche:

Jede Jahreszeit in der Provence hat ihren Reiz, ihre schönen, und auch nicht so schönen Seiten. Die Provence ist groß, es kommt natürlich auch darauf an, wo man denn hin möchte. Urlaub am Strand, im Hinterland, in den Bergen, an einem Stausee, in einer Stadt, oder doch lieber auf dem Dorf, Campingurlaub, gediegenes Hotel, oder Ferienwohnung bzw. -Haus. Aktivurlaub oder eher Faulenzen, Kultururlaub oder Party.

Ich bleibe mal bei uns auf dem Plateau d´Albion, etwa einhundert Kilometer von der Küste entfernt, ländlich zwischen Luberon und Mont Ventoux gelegen. Hier im beschaulichen Saint-Christol betreiben wir seit mehr als 18 Jahren unser Ferienhaus La Rostane. Umgeben von ausgedehnten Lavendelfeldern der perfekte Ort für einen Sommerurlaub. Aber ist das alles? Nein, hier gibt es viel mehr zu sehen und zu erleben als ‘nur’ Lavendel. Jede Jahreszeit hat ihren Reiz…

F R Ü H L I N G 
Ab Ostern merkt man eine gewisse Aufbruchstimmung. Die Wochenmärkte füllen sich seh- und hörbar, aber es ist immer noch erträglich, und die Händler freuen sich über die steigende Nachfrage nach regionalen Produkten. Die Temperaturen sind angenehm, nachts eher kühl, es kann auch mal winden und regnen. Aber Vorsicht, die Sonne ist schon sehr intensiv, der erste Sonnenbrand kommt schneller als man denkt…
Diese Zeit eignet sich perfekt, die Region zu erkunden, Stadte wie Avignon, Carpentras, Aix-en-Provence und weitere zu besuchen. Da es noch nicht so heiß ist, kann man sehr gut Wandern in der Provence, oder mit dem Bike den Mont Ventoux erklimmen. Endlose Mohn- und Sonnenblumenfelder, sowie die Ginsterhänge stehen in voller Blüte, überall duftet es nach Kräutern und Wildblumen. An den Pausentagen eignet sich unser großer Park und die möblierten Terrassen für Entschleunigung und Erholung. In den Restaurants kann man auch kurzfristig noch einen Tisch reservieren, man trifft eher auf Einheimische, als auf Touristen…

S O M M E R 
Ab Pfingsten füllt sich die Provence. Bei uns in Saint-Christol bekommt man das gar nicht so stark mit, außer auf den Dorffesten, welche ab Juni in immer kürzeren Abständen stattfinden. Die Wochenmärkte füllen sich mit Menschenmassen und Händlern, es gibt immer mehr Stände mit Touri-Krusch zu überteuerten Preisen. In den umliegenden Städten wie Sault und Apt ist an den Markttagen kaum noch ein Parkplatz zu finden. Auch die Autofahrt dorthin kann mitunter anstrengend sein, entweder man fährt hinter den Kolonnen an Rennradfahrern her, oder man ist ständigen teils nicht ungefährlichen Überholmanövern ausgesetzt.
Es wird mitunter sehr heiß, in den tiefergelegenen Städten können es schon mal über 40 Grad werden. Saint-Christol liegt auf 850 Metern, man spürt bei der Ankunft eine angenehme ‘Kühle’, obwohl es auch gerne über 30 Grad hat. Aber es ist Leben auf dem Plateau, Dorffeste, Konzerte, Ausstellungen, es gibt kaum einen Tag, an dem nichts im Umkreis von zehn Kilometern geboten ist. Und abends dann mit einem kühlen Rosé auf der Terrasse sitzen, die Ruhe und Stille genießen, den Zikaden zu lauschen, und natürlich den Duft der umliegenden Lavendelfelder einsaugen. Ja, das ist Sommer in der Provence…

H E R B S T 
Im September, wenn die französischen Ferien vorbei sind, wird es ganz plötzlich still und ruhig auf dem Plateau. Auf den Wochenmärkten gibt es wieder überwiegend regionale Produkte, die Preise werden von Touri-Modus auf Normal gestellt, und es sind auch wieder Parkplätze zu finden. Die Abende werden kühler, man kann die ersten mit Eiche bestückten Kaminfeuer riechen. Endlich kann man auch tagsüber wieder aktiv werden, die angenehmen Temperaturen für Ausflüge, Städtetouren und Wanderungen nutzen.
Die sommerlichen Dorffeste mit Party und Musik gehen über in ländlich geprägte Maronenfeste, Pilzfeste, oder Kürbisfeste. Los ist da auch was, aber halt beschaulicher. Es kann auch mal regnen, abends wird es auch mal kühl. Überwiegend scheint aber die Sonne bei angenehmen Temperaturen, teils sogar über 30 Grad. Mit einer Decke kann man abends meist noch draußen sitzen und die herbstliche Stimmung genießen. Die Wälder färben sich goldgelb, der frische Wind sorgt für eine angenehme Abkühlung. Die Luft wird klarer, der Sternenhimmel fantastischer, der Blick auf die umliegenden Berge immer weiter…

W I N T E R 
Im Dezember hat man das Gefühl, hier hat jemand den Stecker gezogen. Die Provenzalen verbarrikadieren sich in ihren Häusern, ok, es kann schon mal unangenehm kühl sein. Das ändert sich schlagartig kurz vor Weihnachten. Da strömen alle in die Supermärkte, um sich an den reichlich gefüllten Auslagen zu bedienen. Ich will gar nicht aufzählen, was es alles gibt, denn vieles davon passt leider nicht zu meinem Verständnis von Tierwohl. Aber jedem das seine. Spannend sind die Trüffelmärkte, aber auch auf den Wochenmärkten gibt es diese erdige Delikatesse zu kaufen.
Im Januar und Februar kann es auch sehr unangenehm werden, vor allem wenn der Mistral beißend über das Plateau fegt. Man will es nicht glauben, aber dieser Wind kann sehr kräftezehrend sein. Aber auch befreiend, erfrischend und erneuernd. Neue Gedanken bekommen Platz, man besinnt sich auf das Wesentliche, ist so stark mit den Kräften der Natur verbunden wie zu keiner anderen Jahreszeit. Das ist zumindest mein Empfinden. Und dann abends am offenen Kamin zu sitzen mit einem Glas Rotwein, einfach so in das Feuer schauen, den Gedanken freien Lauf lassen, das ist besser als jedes Fernsehprogramm…

F A Z I T 
Meine liebste Zeit in der Provence ist der Winter. Die Entschleunigung, Ruhe und Stille genieße ich sehr. Gefolgt vom Herbst, da finde ich die nötige Zeit für Natur und Wandern in der Provence. Der Frühling ist für mich meist von viel Arbeit geprägt, die Ferienwohnung wird für die Saison hergerichtet, vieles wird geplant, Restarbeiten müssen wie immer auf den letzten Drücker fertiggestellt werden. Der Sommer ist temperaturbedingt eher faul, sportliche Aktivitäten meide ich da. Dafür genieße ich auch die Lebendigkeit auf dem Plateau.

Als Urlauber sieht man das natürlich ganz anders. Viele unserer Feriengäste, welche erstmalig im Sommer bei uns waren, wählen für die nächsten Buchungen eher das Frühjahr oder den Herbst. Da ist es nicht so heiß, es ist nicht so voll, es ist perfekt für Ausflüge, Besichtigungen und Städtetouren. Wie seht Ihr das?

Foto: Chapeau Rouge, unterhalb von Simiane-la-Rotonde
neun Kilometer vom Ferienhaus La Rostane entfernt

Dieser Beitrag wurde erstellt von Christian Srock - 09:11 | Kommentar hinzufügen

10.08.2026

Der Juli steht bei uns ganz im Zeichen der Lavendelblüte

Nächstes Jahr ist die Ferienwohnung in unserem Ferienhaus La Rostane ab 10. Juli noch verfügbar. 
Jetzt Lavendelurlaub buchen: www.la-rostane.de 

Foto: Saint Christol, umgeben von ausgedehnten Lavendelfeldern
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Dieser Beitrag wurde erstellt von Ferienhaus La Rostane - 10:38 | Kommentar hinzufügen

Waldbrände in Südfrankreich

755951285_27492283723768585_6577160087437882220_n.jpgMich erreichen aktuell viele Anfragen zu den Waldbränden in Frankreich 😢

Eines vorweg, unser Ferienhaus La Rostane ist glücklicherweise von den Großbränden nicht betroffen. Auch unser Département Vaucluse ist bislang bis auf ein paar im Vergleich kleinere Feuer verschont geblieben. 

Nicht auszudenken, wie sich die Menschen in den betroffenen Regionen Var, Gironde, Landes, und auf Korsika fühlen. Die Flammen stehen bereits 30 Kilometer vor der Stadt Bordeaux. Eine viertel Million Menschen wurden bereits evakuiert, das entspricht der Einwohnerzahl von Aachen. 

Ich selbst habe schon mehrfach den Ausbruch von Waldbränden beobachten können. Einmal, als ich zum Einkaufen in die Stadt gefahren bin, standen an einem Parkplatz mehrere Campingcars, es herrschte eine ausgelassene Stimmung. Eine Stunde später, Sirenengeheul in Apt. Bei meiner Rückfahrt stand der gesamte Berghang in Flammen. 

Oder entlang der Straßen. Immer wieder kann ich beobachten, wie Zigarettenkippen aus den fahrenden Autos geschnalzt werden. Auch von heißen Katalysatoren geht ein Brandrisiko aus, wenn die Fahrzeuge im hohen Gras geparkt werden. Und natürlich durch Holzkohlegrills oder offene Feuer. Aus diesem Grund ist der Betrieb von Holzkohlegrills und das Rauchen im Park von unserem Ferienhaus streng verboten.
Unser Département betreibt sehr viel Prävention, Straßenränder werden regelmäßig kurz gemäht, Gestrüpp aus den Wäldern in Straßennähe geholt. Auch wir als Hausbesitzer werden regelmäßig dazu aufgefordert, das Gelände 50 Meter um das Haus sauber und frei von Strauchschnitt oder sonstigem brennbaren Material zu halten. Das wird auch kontrolliert, bei Nichteinhaltung drohen empfindliche Strafen.
Auch das Betreten von Waldgebieten wird reglementiert. Aktuell ist der Zutritt zu fast allen Waldregionen im Département Vaulcluse verboten. Ranger zu Pferd patrouillieren an den touristischen Zugängen und klären auf. Auch Waldarbeiter sind mit ein paar Ausnahmen von den Betretungsverboten betroffen. Wir halten unserer Feriengäste hier immer auf dem aktuellen Stand. 

Bei den aktuellen Großbränden wird in zwei Fällen gegen fahrlässige Raucher ermittelt, sowie gegen Betreiber von Holzkohlegrills. Ein Freischneider, mit dem Hochspannungsleitungen freigeschnitten werden, um genau diese vor solchen Brandereignissen zu schützen, hat offenbar das Großfeuer im Bassin d’Arcachon ausgelöst. Weitere Auslöser gab es durch Funkenflug von landwirtschaftlichen Maschinen.
Begünstigt wird die explosionsartige Ausbreitung der Feuer durch die extreme Wetterlage. Drei intensive Hitzewellen in diesem Sommer haben die Vegetation vollkommen austrocknen lassen. Zusammen mit starken, wechselnden Winden führte dies dazu, dass die Feuer teils bis zu 1.000 Hektar Wald pro Stunde vernichten. Das entspricht der Größe von 1.400 Fußballfeldern… in einer Stunde. 

Ich hoffe sehr, dass die Brände schnell unter Kontrolle kommen, und nicht weitere neue Brandherde entstehen. Ich wünsche mir, dass die Gesellschaft sensibler mit dem Thema Brandgefahr umgeht, nicht nur in Frankreich. Denn das, was aktuell in Frankreich und auch in Spanien los ist, wird in Bälde auch in Deutschland zum Alltag gehören. Etliche Brandereignisse gab es ja schon…

Dieser Beitrag wurde erstellt von Christian Srock - 09:37 | Kommentar hinzufügen

15.05.2026

Vorgestern habe ich eine Zeitreise gemacht

683466050_1011592071431504_8303866344318703124_n.jpgMan stelle sich vor, man läuft durch ein Dorf in den provenzalischen Baronnien, ganz weit in einem einsamen Tal, weit weg von der nächsten größeren Straße oder dem nächsten größeren Dorf. Man spürt sofort die Entschleunigung, die Stille ohne Verkehrslärm, die Energie der Natur.

Es ist ein kleines Dorf, zusammen mit den Ansiedlungen auf dem relativ großen Gemeindegebiet leben hier gerade mal an die 150 Menschen. Dafür gibt es aber viele Kinder, das fällt sofort auf. Sie spielen auf der Straße, teilweise zusammen mit den Erwachsenen. Zwei Frauen sitzen mitten auf dem schmalen Weg, der sich zwischen den kleinen, alten Natursteinhäusern hindurchschlängelt, und unterhalten sich.

Die Männer stehen in kleinen Gruppen zusammen, alle grüßen sehr freundlich, es ist eine ungewohnt entspannte Stimmung. Man überlegt, was ist es? Was ist hier so anders? Von einer kleinen Seitengasse kommt eine junge Frau mit einem kleinen Kind an der Hand heruntergelaufen. Sie hat einen weiten, langen Rock an, der eher an die Mode von vor 100 Jahren erinnert. Auch der kleine Junge ist nicht so gekleidet, wie man es sonst so kennt.

Das ist es, hier ist die Zeit stehengeblieben. Hier trägt fast niemand neonfarbene Turnschuhe oder gar Kleidung aus Plastikfasern. Hier leben und arbeiten die Menschen im Einklang mit der Natur, so wie schon viele Generationen vor ihnen. Es gibt eine Schule mit einer Klasse für alle Kinder von fünf bis elf Jahren. Diese wird privat von den Dorfbewohnern geführt, unterstützt von Pädagogen.

Hier werden Alternativen zur Lebensweise, welche von der Konsumgesellschaft geprägt ist, entwickelt und gelebt. Hier werden kollektive und individuelle Lebensstile umgesetzt, immer mit dem Ziel eines respektvollen Umgangs mit Mensch und Natur. Die Menschen sehen sehr glücklich aus, auch oder gerade wegen diesem Leben in der Einfachheit. Ein wunderschönes, prägendes Erlebnis…

Ich schreibe hier bewußt nicht, wo dieses Dorf genau ist. Ich möchte verhindern, daß dieser spirituelle, energiegeladene Ort nicht zu einer Touristenattraktion verkommt, wie schon so viele solcher Orte zuvor. Danke für Euer Verständnis.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Srovence - 09:28 | 1 Kommentar

14.05.2026

Die Châteaus der Provence

699158522_1023756510215060_7864545115320167644_n.jpgIn der Provence wurden zwischen dem späten 12. und frühen 14. Jahrhundert unzählige Châteaus im Baustil der quadrangulären Wehrbauten errichtet. Streng qudratischer oder rechteckiger Grundriss, mit vier vorgelagerten Ecktürmen ausgestattet. Dadurch konnten die geraden Verbindungsmauern lückenlos flankiert und verteidigt werden. 

König Philipp II (Philippe Auguste) machte diesen Bautyp in ganz Frankreich populär. In Südfrankreich, besonders in der Provence übernahmen lokale Herren sowie die Grafen der Provence diese effiziente, geometrische Architektur für ihre Festungen. So findet man in vielen Dörfern, oder auch außerhalb solche Festungsanlagen, welche heute teilweise gar nicht mehr als solche erkennbar sind. 

In Sault beispielsweise ist das ehemalige Château so in die umliegende Wohnbebauung integriert, dass nur noch die sichtbaren runden Ecktürme auf eine solche Anlage hinweisen. Viele dieser historischen Denkmäler wurden im Lauf der Jahrhunderte abgebrochen, und die Steine weiter als Baumaterial verwendet. In Saint-Christol ist leider nur noch ein Teil des im Ursprung rechteckigen Baukörpers zu erkennen. 

Ein sehr gut erhaltenes, und nicht verbautes Exemplar habe ich letztens in den Baronnies Provençales entdeckt. In Lachau, idyllisch gelegen im Méouge-Tal, befindet sich das gleichnamige Château. Ein Bau aus der späten Epoche dieses Bautyps, wohl eher als Jagdschloss denn als Verteidigungsanlage im 15. Jahrhundert errichtet. Eingebettet in das wunderschöne Ambiente dieses abgelegenen, ursprünglichen Dorfes, strahlt dieses Gebäude ein ganz besonderes Flair aus.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Christian Srock - 09:18 | Kommentar hinzufügen

08.12.2025

Priorat in Saint-André de Rosans

Überreste des ehemaligen Priorats in Saint-André de Rosans, gegründet im Jahr 988.
Ein schöner Tagesausflug durch den Naturpark Baronnies provençales, nur 75 Kilometer vom Ferienhaus La Rostane entfernt.

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Dieser Beitrag wurde erstellt von Ferienhaus La Rostane - 15:25 @ | Kommentar hinzufügen

19.09.2025

Lust auf Wandern im Herzen der Provence?

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Admin - 08:48 @ | Kommentar hinzufügen

23.07.2024

Eselwanderung in der Provence 🥰

Oberhalb von Monieux gibt es eine Eselfarm, hier kann man sich einen Esel als Wanderbegleitung mieten. Dabei geht es weniger darum, das Tier irgendwelches Gepäck schleppen zu lassen, sondern vielmehr darum, das Wesen Esel zu verstehen. Esel haben einen sehr eigenen Charakter. Sie tun nur etwas, wenn es für sie einen Sinn ergibt. Sie sind sehr schlau, nicht so scheu wie Pferde, und können wahnsinnig anhänglich sein. Die Ähnlichkeit zum Hund ist nicht von der Hand zu weisen. Auch Esel gehen gerne eine Gassirunde, kuscheln, denken sich irgendwelchen Schabernack aus, und lieben Gesellschaft. Für mich sind Esel die besseren Hunde. Und das beste… man kann sie als ökologischen Rasenmäher einsetzen 😅

Die Eselfarm ist nur 20 Kilometer von unserem Ferienhaus La Rostane entfernt.
Hier Esel kennenlernen: www.la-rostane.de
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Dieser Beitrag wurde erstellt von Christian Srock - 08:49 @ | Kommentar hinzufügen

02.07.2024

Der Col du Vieux Bus

449735256_7646896222067296_8777318920442803007_n.jpgWenn man nördlich der Montagne de Lure vom Méouge-Tal über Saint-Pierre-Avez Richtung Sommet de la Platte wandert, ist auf den Wegweisern schon früh eine Wegkreuzung ‘Col du Vieux Bus’ angekündigt. Beim weiteren, teils anstrengenden Aufstieg hat man genug Zeit zu rätseln, was das wohl ist… 🤔

Dann angekommen, auf 1.279 Metern, steht da doch tatsächlich mitten im Wald ein alter, verrotteter Bus. Wie kommt der denn da hin? Kaum vorstellbar, dass der da aus eigener Kraft hoch gefahren ist. Meine Recherchen haben leider zu keinem Ergebnis geführt, er wurde offenbar von Waldarbeitern als Rastplatz genutzt.

Das hat meinen kreativen Hirnwindungen natürlich keine Ruhe gelassen. Zu ein paar Erklärungen bin ich gekommen, manche davon wären theoretisch sogar möglich… 😅

“Vor vielen Jahrzehnten war hier oben in der Einsamkeit der provenzalischen Voralpen eine Bushaltestelle. Vielleicht gab es auch einen Briefkasten, der einmal wöchentlich verkehrende Bus hat gleichzeitig noch als Postauto gedient. Die einfache Fahrt vom Tal hier rauf dauerte circa achteinhalb Stunden, Teile der Strecke konnten nur mit Hilfe von Seilwinden bezwungen werden. Irgendwann, nach vielen Jahren, haben die Verkehrsbetriebe festgestellt, daß diese Strecke unrentabel ist. Ok, ein Fahrgast in vierzehn Jahren, das rechnet sich nicht wirklich. Der Bus wurde immer schlechter gewartet, bei seiner letzten Fahrt ist der Kühler heißgelaufen, was einen Motorschaden zur Folge hatte. Eine Bergung wäre sehr komplex und teuer gewesen, so hat man das Gefährt einfach hier oben stehen lassen”

“Eine lustige Reisetruppe hatte die Idee, etwas Bergluft zu schnappen. Sie überredeten den Busfahrer, ein Stück weit den Berg hoch zu fahren. Anfangs kein Problem, dann wurde es aber immer steiler und enger. Es war weder möglich zu wenden, noch rückwärts  durch die engen Serpentinen zu rollen. So ging es immer weiter nach oben. Zwischendurch mussten die Touristen sogar schieben, weil es der Bus aus eigener Kraft nicht mehr schaffte. Was für eine Strapaze, auch für den Busfahrer. Dieser erlitt auf einer Lichtung in 1.279 Metern Höhe einen Herzinfarkt und verstarb. Bis heute hat sich kein Busfahrer gefunden, welcher den Mumm hat, den Bus hinunter ins Tal zu manövrieren”

“Es war Freinacht, die Dorfjugend von Saint-Pierre-Avez hatte schon seit langer Zeit Jean-Yves im Visier, den ehemaligen Busfahrer, der auf seinem Hof alles mögliche an altem Schrott sammelte. Unter anderem einen alten Schulbus, den er selbst mehr als vier Jahrzehnte steuern durfte, bis er dann endlich in Pension ging. Der Bus war technisch fertig, die Verkehrsbetriebe überließen das Vehikel ihrem treuen Angestellten als Abschiedsgeschenk. Win-Win… Jean-Yves freute sich riesig, und sein Arbeitgeber sparte sich die Entsorgung. So kam es, dass sich immer mehr Schrott ansammelte. Wie die Dorfjugend nun in der Freinacht den Bus auf über 1.200 Meter Höhe gebracht hat, bleibt bis heute ein Geheimnis. Nur noch die Dorfältesten wissen, wie es war… ”

“Ein milder Frühlingstag, die Sonne scheint, es ist angenehm warm, überall sprießen die Gräser und Blüten, es duftet wunderbar. Davon bekommen die 38 Schüler auf dem Weg von Salérans nach Laragne-Montéglin nicht viel mit. Sie sitzen im Schulbus und sind komplett gefrustet. Heute stehen wichtige Klassenarbeiten an, und wie immer, keiner hatte gelernt. Das konnte nur mal wieder in die Hose gehen. Pascal hatte die rettende Idee: ‘Wir entführen den Bus!’. Gesagt getan. Sie zwangen den Busfahrer, indem sie ihm einen frisch gespitzten Bleistift an die Kehle hielten, in Barret-sur Méouge Richtung Saint-Pierre-Avez abzubiegen. Es ging immer weiter hinauf, ausnahmsweise hatten die Schüler auch kein Problem, bei extrem steilen Stellen anzuschieben. Plötzlich erlitt der Busfahrer einen tödlichen Herzinfarkt, der Rest der Geschichte ist bekannt…”

So, da könnte ich natürlich noch einige Ideen dazu schreiben. Ich lass es mal gut sein, Eure Fantasie soll ja auch noch etwas angeregt werden… 😅

Dieser Beitrag wurde erstellt von Christian Srock - 10:27 @ | Kommentar hinzufügen

02.06.2024

Ginsterwanderung in der Provence 🥰

Montagne de Mare (1.622 m), Baronnies provençales
Hier Urlaub machen: www.la-rostane.de
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Dieser Beitrag wurde erstellt von Wandern in der Provence - 12:01 @ | Kommentar hinzufügen

03.02.2023

Zeitreise zum Château de Courtine (bei Avignon)

326270109_1334082750719045_2818486304036928441_n.jpgBekanntermaßen klettere ich ja gerne in irgendwelchen Ruinen herum und streife mit Freude durch historisches Gelände. Heute zeige ich Euch ein ganz besonderes Schmuckstück: Das Château de Courtine 🥰
Zwei Kilometer südlich der Altstadt von Avignon liegt Courtine, ein großes, nicht wirklich attraktives Gewerbegebiet, wo auch der TGV-Bahnhof von Avignon zu finden ist. Früher bestand dieses 350 Hektar große Gelände aus landwirtschaftlich genutzten Flächen, mit fruchtbarem Boden und viel Wasser durch die angrenzende Durance im Süden und die Rhone im Westen 🙂
Zentrum war das Château de Courtine, hier wurde früher neben der traditionellen Landwirtschaft auch ein Weingut betrieben. Irgendwann wurde die Bewirtschaftung eingestellt, in den 1990er Jahren hatte sich das Planungsbüro RFF einquartiert, um von dort das gigantische TGV Méditerranée-Projekt zu leiten. Danach wurde das Anwesen dem Verfall preisgegeben. 2007 kaufte ein Immobilienkonzern das Château mitsamt diverser Nebengebäuden. Hier sollte ein Vier-Sterne-Hotel entstehen, nur zwei Autominuten vom TGV-Bahnhof Avignon entfernt. Daraus wurde bis heute leider nichts 🥲

329189385_1368749887273825_5418312072866883736_n.jpgMehrere Brände zerstörten Teile der Gebäude, Vandalismus tat sein übriges. Heute sind nur noch Teile der einst edlen Stuckdecken, mit Tomettes belegten Böden und der alten raumhohen Kamine zu erkennen. Das Balustradengeländer der prächtigen Doppeltreppe, die historischen Fenster, ja sogar Kupferkabel wurden herausgerissen und geplündert. Zudem hat sich das gesamte Gelände zunehmend als öffentliche Müllhalde etabliert 😡
Ich konnte über die Geschichte dieses Ortes bislang nicht viel herausfinden. Ich bin auch nicht der einzige, der sich dafür interessiert. In einer historischen Karte von 1830 ist es noch als Château vermerkt, heute nur noch als Domaine de Courtine. Wenn es so weiter geht, dann wird man es bald gar nicht mehr finden. Dennoch ein faszinierendes Anwesen, mit einer sicherlich bewegten Geschichte. Vielleicht wird sie ja doch noch fortgesetzt… ☺️

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Dieser Beitrag wurde erstellt von Christian Srock - 16:19 @ | Kommentar hinzufügen

19.01.2023

Chapelle Notre-Dame de Lamaron (Provence)

Oben auf dem Plateau d´ Lagarde liegt die 1667 erbaute, von Lavendelfeldern umgebene Kapelle, welche auf den Ruinen einer ehemaligen Einsiedelei aus dem Jahr 1032 errichtet wurde. Die Überlieferung besagt, dass für den Bau die Steine eines ehemaligen Templer-Klosters verwendet wurden, welches sich nicht weit entfernt am Gipfel des Berges Saint Pierre befunden hat. Am 13. April 1728 billigte der Bischof von Apt den Wunsch, jedes Jahr am 01. Juni einen Prozessionszug nach Notre-Dame de Lamaron zur Erhaltung der Ernte durchzuführen. Dieser Zug findet auch heute noch jeweils am ersten Juni statt.
Zum Artikel mit weiteren Bildern
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Dieser Beitrag wurde erstellt von Wandern in der Provence - 11:06 @ | Kommentar hinzufügen

26.09.2022

💜 Provence-Foto des Tages 💜

Bauernhofruine Lausemoulan, Vaucluse
nur 18 Kilometer vom Ferienhaus La Rostane entfernt.
Hier Urlaub machen: www.la-rostane.de
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Dieser Beitrag wurde erstellt von Ferienhaus La Rostane - 13:01 @ | Kommentar hinzufügen

18.03.2022

Erinnerung an den Widerstand in der Provence

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In der Nacht zum 10. Mai 1944 flog ein britischer Wellington-Bomber über das Plateau d´Albion (Provence), welcher bei einem Angriff auf eine deutsche Rüstungsfabrik in der Nähe von Valence stark getroffen war.
Zeitgleich erwarteten die Männer einer kleinen, streng geheimen Zelle des französischen Widerstands einen Abwurf von Waffen und Vorräten aus England. Dafür zündeten Sie in einer Schlucht oberhalb von Simiane-la-Rotonde Leuchtfeuer an, um der Royal Air Force die Abwurfzone zu signalisieren.
Genau dies wurde der Crew des in Valence stark beschädigten Wellington-Bombers zum Verhängnis. Der junge Pilot ging davon aus, dass die Leuchtfeuer eine provisorische Landebahn markieren, und leitete die Notlandung ein. Das Flugzeug zerschellte in der Schlucht, alle fünf Besatzungsmitglieder verbrannten bis zur Unkenntlichkeit.
Am nächsten Morgen bargen die Widerstandskämpfer die Leichen und begruben Sie unweit von der Absturzstelle. Die Wrackteile wurden weitgehend im umliegenden Gebüsch versteckt, damit die Deutsche Wehrmacht diesen geheimen Abwurfort der Résistance nicht finden konnte. Später wurden die sterblichen Überreste der Besatzung auf den britischen Militärfriedhof Mazargues bei Marseille überführt.
Nach Kriegsende sammelte ein lokaler Künstler viele der Wrackteile auf, und schuf daraus eine aussergewöhnliche Skulptur, welche noch heute am Absturzort zu betrachten ist. Neben einer Schautafel befinden sich die Gedenktafeln an die Verstorbenen, sowie eine steinerne Stele. Ein Ort der Stille und des Gedenkens…
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Dieser Beitrag wurde erstellt von Christian Srock - 11:55 @ | Kommentar hinzufügen

21.02.2022

💜 Provence-Foto der Woche 💜

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Dieser Beitrag wurde erstellt von Ferienhaus La Rostane - 10:57 @ | Kommentar hinzufügen

 
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